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Dokumentation & Hintergründe
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Thema Buchhandel

Mehr als ein Buchladen:

Das Geschäft als „third place“


Ulrich Dombrowsky ist seit 33 Jahren Buchhändler in Regenburg. Früher hatte er sein Geschäft am Rand der Altstadt. Seit 2009 ist er am St. Kassians-Platz, mittendrin im Weltkulturerbe. Er betreibt das Geschäft zusammen mit seiner Frau und betont: „Familienbetrieb heißt immer auch Selbstausbeutung“. Aber seine große Leidenschaft für Bücher und die Literatur treibt ihn an.

Die Buchhandlung Dombrowsky bietet ein von den Inhabern handverlesenes Programm – neudeutsch würde man das wohl kuratiert nennen. Es gibt regelmäßige Veranstaltungen wie Lesungen und Konzerte, zu denen der Buchhändler Gäste einlädt, die er interessant findet. Gemeinsam mit anderen Regensburgern unterstützt Dombrowsky Projekte zur Leseförderung. Und selbstverständlich ist das Geschäft mit Website, Onlineshop und Facebook-Auftritt auch virtuell präsent. „Ich versuche, mein Tagesgeschäft so gut wie möglich zu machen“, beschreibt Dombrowsky seine Strategie.

  • »Mein Ziel ist es, den Laden zum „third place“ zu machen, wo man gerne hinkommt. Außerdem möchte ich Begegnungen ermöglichen.«

Der Buchhändler möchte weit mehr als nur Bücher verkaufen. Er will eine besondere Atmosphäre schaffen: „Mein Ziel ist es, den Laden zum „third place“ zu machen, wo man gerne hinkommt. Wer sich bei uns fühlt wie im eigenen Wohnzimmer, ist genau richtig! Außerdem möchte ich Begegnungen ermöglichen“, so Dombrowsky. Ein hoher Anspruch für einen kleinen Laden – vor allem angesichts der starken Umsatzverluste des Buchhandels an den Online-Handel. Aber auch zu dieser Entwicklung hat Ulrich Dombrowsky eine klare Haltung: „Amazon, Hugendubel oder Thalia haben alle meine Umsätze nicht beeinträchtigt, zumindest nicht negativ. Mit Amazon kann ich in vielen Bereichen sowieso nicht konkurrieren, aber ich bilde eine lokale Marke aus. Konkurrenz ist für mich eher der inhabergeführte Buchhandel hier vor Ort in der Altstadt.“ Daher überlegt er sich immer wieder kleine Aktionen, zum Beispiel mit den direkt benachbarten Geschäften. So gibt es im Buchladen eine Speisekarte und einen Bestell-Klingelknopf für das Café nebenan. Und dort findet sich eine kleine Buchauswahl.

Impressionen von der Veranstaltung „Stadt und Handel der kurzen Wege“ am 20.1.2016 mit Ulrich Dombrowsky (Buchhandlung Dombrowsky) und Ingo Saar (GF Faszination Altstadt e.V.).

Als wäre das alles nicht schon genug Programm, engagiert sich der Geschäftsmann auch noch im Verein Faszination Altstadt e.V., einem Zusammenschluss der inhabergeführten Geschäfte in der Regensburger Altstadt. Als eine Aktion zur Förderung des Standortes hat der Verein den „Altstadt Zehner“ eingeführt, einen Gutschein, der bei den teilnehmenden Geschäften eingelöst werden kann. So sollen wieder Kunden in die Altstadt gelockt und die Verbundenheit mit dem lokalen Einzelhandel gestärkt werden.

Hinter dem Verein steht auch eine politische Strategie: Die Geschäftsführung wird für drei Jahre finanziert. Dafür formuliert ein Stadtratsbeschluss klare Zielsetzungen, z. B. die Einführung des Gutscheins nach Linzer Vorbild und die Vorgabe, die Mitgliederzahl innerhalb von drei Jahren von 80 auf 250 Betriebe zu erhöhen. Es gibt also viel zu tun in der wunderschönen Regensburger Altstadt!

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