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Dokumentation & Hintergründe
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Digitale Transformation des stationären Einzelhandels

Mit Netz und doppeltem Boden:

Die Online City Wuppertal


Manchmal braucht es einfach den richtigen Zeitpunkt für eine gute Geschäftsidee. Kurz nach einem Vortrag des Innovationsberaters Andreas Haderlein in Wuppertal über die Zukunft des Handels, suchte der Bund Projektideen für das Förderprogramm Nationale Stadtentwicklungspolitik. Die städtische Wirtschaftsförderung erkannte die Gelegenheit und beantragte gemeinsam mit Haderlein das Projekt „Online City Wuppertal“ (OCW), das seit Ende 2013 die digitale Transformation des stationären Einzelhandels in der Stadt unterstützt.

Der stationäre Handel steht vor vielen Herausforderungen, von denen die Digitalisierung nur eine ist. „50 Jahre hatten die Händler die Vertriebshoheit und mussten nicht viel tun. Mittlerweile ist der Handel viel komplexer geworden. Früher war zuerst der Händler, dann das Produkt, dann die Kasse – heute kommt zuerst das Produkt und dann erst der Händler. Bezogen auf die Digitalisierung sind außerdem die Kunden viel weiter als die Händler.“ Kurz und schonungslos beschreibt Andreas Haderlein den fundamentalen Umbruch im Einzelhandel. Und er betont, dass es an „Moderatoren im digitalen Wandel“ fehlt.

  • »Wir haben eine Händlergemeinschaft über die Stadtteile hinaus etabliert – im Gegensatz zu den klassischen Standortgemeinschaften in einer Straße oder einem Zentrum...«

  • »Ob der Kunde bei mir online oder offline kauft, ist mir egal – Hauptsache er kauft bei mir!«

Genau hier setzt das Wuppertaler Modellprojekt an. Die Online City Wuppertal besteht aus drei Säulen: talMARKT (Online-Portal der stationären Händler), talKONTOR (gemeinsames Ladenlokal in der Innenstadt und Abholstation für Online-Bestellungen) sowie als zentrale Säule die Beratung und Qualifizierung der Händler. „Von zentraler Bedeutung ist der Kümmerer 2.0 als Schnittstelle zu den Händlern“, betont Haderlein der gemeinsam mit Christiane ten Eicken von der städtischen Wirtschaftsförderung diese Funktion übernommen hat.

OCW will die räumlich weit verstreute lokale Geschäftswelt im Netz sichtbar machen und hierfür einen Marktplatz als zusätzlichen Vertriebskanal kreieren: Was gibt es in Wuppertal? Dabei geht es nicht um die Schaffung einer ausschließlich virtuellen Parallelwelt, sondern um das Ineinandergreifen von analogen und digitalen Welten. „Das Netz ist nicht nur ein Globalisierungsmedium, sondern auch ein Lokalisierungsmedium. Es gibt eine zunehmende Anzahl lokaler Suchanfragen“, so der Innovationsberater. Hiervon berichten auch beteiligte Händler: „Ich habe im Geschäft viele neue Kunden bekommen, die mich im Netz gefunden haben.“ Gleichzeitig wird nicht zwischen den Kunden unterschieden: „Ob der Kunde bei mir online oder offline kauft, ist mir egal – Hauptsache er kauft bei mir!“

Impressionen von der Veranstaltung „Mit Netz und doppeltem Boden: Die Online City Wuppertal“ am 21.1.2016 mit Christiane ten Eicken (Projektleiterin OCW) und Andreas Haderlein (Impulsgeber OCW und Innovationsberater).

Die OCW-Macher betonen, dass sich die enge bzw. ausschließliche Verbindung von Stadt und Handel aufgelöst hat und die Stadt heute weit mehr ist als nur der Vertrieb von Waren. Haderlein fordert: „Ein kreativer Aufstand gegen die Innenstadtverödung ist erforderlich!“ Hierzu gehören auch neue Formen der Händlergemeinschaften, die sich und ihre Produkte im Netz präsentieren. Nicht mehr die Zugehörigkeit zu einem Straßenzug oder einem Stadtviertel ist der gemeinsame Nenner der stationären Händler, sondern ihre Veränderungsbereitschaft. Hier liegt auch die große Herausforderung für die Zukunft des Projektes nach dem Ende der Förderung im Herbst 2016: Wie geht es dann weiter? Wer geht zukünftig in die Verantwortung und übernimmt die vielfältigen Aufgaben der Vernetzung und Koordination? Die Transformation des stationären Einzelhandels ist auch in Wuppertal noch lange nicht am Ende.

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